Was kostet Kaltakquise? Die Frage kommt immer. Im Erstgespräch, im Angebot, spätestens beim Chef.
Die übliche Antwort lautet „kommt drauf an“. Richtig, aber wertlos.
Hier bekommst Du echte Zahlen: Stundensätze, Preise pro Termin, Setupgebühren, Monatsbudgets. Dazu die Rechnung, was Dich dieselbe Arbeit im eigenen Haus kostet.
Wir haben nachgezählt. Öffentliche Preislisten, Plattformdaten, Mediadaten von Fachverlagen. Über 100 Preisangaben aus dem deutschen Markt. Hier ist das Ergebnis. Als Versuch, Licht in den nebulösen Zahlendschungel zu bringen. Zumindest für Deine Orientierung.
Kaltakquise Kosten: Das Wichtigste in Kürze
Die Kaltakquise Kosten im B2B und im DACH-Raum auf einen Blick:
- Stundensatz: Agenturen weisen öffentlich 39 bis 95 Euro pro Stunde aus. Freelancer liegen im Schnitt bei 70 bis 80 Euro.
- Termin: Die Kosten pro qualifiziertem Termin liegen laut Preislisten bei ab 100 bis ab 350 Euro. „Ab“ bedeutet: kann auch darüber liegen. Ratgeber nennen oft 150 bis 800 Euro - je nach Zielgruppe, Branche und Projektkomplexität.
- Kontakt: 5 bis 20 Euro je bearbeitetem Kontakt, bei fünf bis sieben Anrufversuchen. Manche bis zu 10 Kontaktversuche. Was dabei fehlt, ist die Qualität des Kontaktversuchs.
- Setupgebühr: 0 bis 1.500 Euro laut Preislisten. Ratgeber nennen bis zu 6.000 Euro.
- Servicepauschale: Für den laufenden Projektbetrieb kommen in der Regel 150 bis 300 Euro pro Monat dazu. Manche rechnen Abstimmungsmeetings, Jour Fixes oder Reportings auch nach Stundensätzen ab.
- Monatsbudget: Der Einstieg liegt bei rund 1.500 bis 5.300 Euro im Monat. Nach oben ist es offen: Je mehr Du investierst, desto mehr Termine kommen raus.
- Lead: Von 0,05 Euro für eine Firmenadresse bis 140 Euro für einen telefonisch qualifizierten Lead. Entscheidend ist, was mit „Lead“ gemeint ist.
Stand: Oktober 2026. Die Spannen haben wir aus öffentlichen Preisangaben der Anbieter gebildet. Belastbare Studien zu Agenturpreisen gibt es nicht. Die meisten Anbieter sagen nicht, ob ihre Preise netto oder zzgl. MwSt. gelten.
INHALTSVERZEICHNIS
Stundensatz 2026: Was kostet Telefonakquise pro Stunde?
Bei den Kaltakquise Kosten ist der Stundensatz das häufigste Modell in der Telefonakquise. Du zahlst für die Arbeitszeit des Teams. Nicht für ein garantiertes Ergebnis.
- Agenturen mit öffentlicher Preisliste: 39 bis 95 Euro pro Stunde. Einige Dienstleister verlangen zusätzlich eine Grundgebühr oder einen Mindestumsatz.
- Freelancer: Auf freelancermap liegt der durchschnittliche Stundensatz für Telefonakquise, Kaltakquise und Telemarketing bei 70 bis 80 Euro. Ausgewertet wurden je Kategorie 44 bis 318 Profile.
- Ratgeber: Sie nennen 25 bis 150 Euro, häufig 60 bis 140 Euro. Die Spanne ist so breit, weil sie das klassische Callcenter für Inbound und spezialisierte B2B-Teams in einen Topf wirft.
Was steckt in der Stunde drin? Gute Frage. Denn „Stunde“ heißt nicht überall dasselbe.
- Reine Telefonzeit oder auch Recherche, Vorbereitung und Dokumentation?
- Gesprächsleitfaden, Coaching und Qualitätssicherung inklusive?
- Reporting und Pflege der Wiedervorlagen im CRM?
Dein Mehrwert: Wer diese drei Fragen klärt, vergleicht Äpfel mit Äpfeln. Und nicht den Stundensatz einer Hotline mit dem eines B2B-Teams, das qualitativ hochwertige Gespräche mit Entscheidern oder Geschäftsführern führt.
Kosten pro Termin: Was ein qualifizierter Termin wirklich kostet
Beim Terminmodell berechnen sich die Kaltakquise Kosten pro B2B-Termin. Klingt fair. Ist es oft auch. Aber einseitig. Für den Auftraggeber. Denn gibt es für das in der Kampagne adressierte Angebot keinen Markt, Bedarf oder Mehrwert, bleibt der Auftragnehmer allein auf den Kosten sitzen. Trotz geleisteter Arbeit. Für etwas, das nicht die Kaltakquise Agentur zu verantworten hat.
- Öffentliche Preislisten: ab 100 bis ab 350 Euro pro qualifiziertem Termin. Achtung: Das sind Einstiegspreise. „Ab“ heißt ab.
- Ratgeber von Anbietern: Termin kostet 150 bis 800 Euro und mehr. Komplexe Zielgruppen und eine anspruchsvolle Ansprache liegen am oberen Ende. Etwa der Werksleiter im Maschinenbau, die IT-Leiterin im Konzern oder der Geschäftsführer im gehobenen Mittelstand.
Der Haken: Termin ist nicht gleich Termin.
Gebucht oder stattgefunden? Mit dem Entscheider oder mit der Assistenz? Mit echtem Bedarf oder nur aus Höflichkeit zugesagt? Sollen sogar BANT-Kriterien erfüllt werden, liegt der Preis ungleich höher.
Billige Termine, die platzen, sind am Ende die teuersten.
Folge: Lass Dir die Definition eines qualifizierten Termins schriftlich geben. Also wann genau ein Termin als qualifiziert gilt. Bevor die erste Rechnung kommt.
Kosten pro Kontakt: Wie viele Anrufe sind sinnvoll?
Ein weiteres Modell für Deine Kaltakquise Kosten: Du zahlst pro Kontakt. Gemeint ist jedes Unternehmen auf Deiner Zielliste, das die Agentur bearbeitet.
- Preis: 5 bis 20 Euro je Kontakt.
- Kontaktversuche: Angerufen wird fünf- bis siebenmal. Kommt kein Gespräch zustande, gilt der Kontakt als erloschen. Manche bieten auch bis zu 10 Kontaktversuche an.
Bis zu 10 Kontaktversuche sind oft sinnfrei, aufgrund des abnehmenden Grenznutzens. Nach drei Anwahlversuchen haben 93% aller Gespräche stattgefunden, die überhaupt stattfinden. Nach fünf Versuchen sind es 98,6% (Cognism, State of Cold Calling 2025). Jeder weitere Anruf kostet Geld, bringt aber kaum noch etwas. Was hier gänzlich fehlt: Die Qualität eines Kontaktversuchs. Einfaches Abtelefonieren ist etwas anderes als ernstzunehmende und qualitativ hochwertige Leadgenerierung.
Dein Mehrwert: Du kennst die Kosten vorab. Bei 1.000 Zielunternehmen liegt die Kampagne zwischen 5.000 und 20.000 Euro.
Wichtig: Kläre, was als Kontaktversuch zählt. Fünf Versuche zu unterschiedlichen Tageszeiten sind etwas anderes als fünf Versuche am selben Vormittag.
Was kostet ein B2B Lead?
„Lead“ ist das schwammigste Wort im Vertrieb. Für den einen ist es eine Adresse. Für den anderen ein Interessent mit konkretem Projekt. Der Preisunterschied? Faktor 1.000.
| Lead-Art | Preis | Was Du bekommst |
|---|---|---|
| Firmenadresse mit Zentrale | 0,05 bis 0,39 € | Firma, Anschrift, Telefonnummer |
| Datensatz mit Entscheider | 0,29 bis 0,57 € | zusätzlich Name des Ansprechpartners |
| Recherchierter Ansprechpartner | 0,69 bis 1,85 € | manuell geprüfter Kontakt |
| Whitepaper- oder Download-Lead | 35 bis 156 € | Kontakt hat Inhalte heruntergeladen |
| Lead aus Google Ads (B2B) | 65 bis 400 € | Anfrage über ein Formular |
| Telefonisch qualifizierter Lead | 60 bis 140 € | Bedarf geprüft, Zustimmung zur Kontaktaufnahme |
Ratgeber nennen für Marketing Qualified Leads (MQL) 30 bis 150 Euro. Für Sales Qualified Leads (SQL) 150 bis 400 Euro. Der Unterschied liegt in der Qualifizierung: Erst wenn Bedarf und Budget geprüft sind, gilt ein Lead als qualifiziert.
Dein Mehrwert: Vergleiche nie nur den Preis. Vergleiche, wie nah der Lead am Abschluss ist. Eine Adresse für 30 Cent ist billig. Bis Du ausrechnest, wie viele Anrufe es braucht, um daraus einen Kunden zu gewinnen. Die wichtigste Kennzahl sind am Ende die Kosten pro Kunde, nicht pro Lead.
Kostentreiber Projektstart: Welche Setupgebühren fallen an?
Vor dem ersten Anruf steht die Vorbereitung. Gemeinsame Definition der Zielgruppe. Schärfen von ICP und Buyer Persona. Entwicklung eines Gesprächsleitfadens und messerscharfen Sales Pitches. Briefing und Schulung Deines Teams. Kontaktdaten aufbereiten. Projekt im Telefonietool anlegen, E-Mails vorbereiten, CRM anbinden und vieles mehr. Da steckt oft wesentlich mehr Aufwand drin, als man als Auftraggeber annimmt.
Diese Kaltakquise Kosten beim Projektstart rechnen manche Agenturen als Setupgebühr oder Einrichtungsgebühr ab.
- Wo Anbieter sie beziffern: 700 bis 1.500 Euro.
- Manche verzichten ganz darauf.
- Ratgeber: 2.000 bis 6.000 Euro, einzelne Posten wie die Skripterstellung mit 500 bis 1.000 Euro.
Keine Setupgebühr heißt nicht automatisch günstiger. Die Arbeit fällt trotzdem an. Sie steckt dann im Stunden- oder Terminpreis und geht zu Lasten der verkaufsaktiven Zeit am Telefon.
Folge: Frag nicht nur „Was kostet das Setup?“. Frag „Was bekomme ich dafür?“. Ein guter Leitfaden ist essenziell für die ganze Kampagne.
Servicepauschale: Was kostet die laufende Betreuung?
Neben dem Setup gibt es häufig auch eine laufende Gebühr für den Projektbetrieb: die Servicepauschale. Sie liegt in der Regel bei 150 bis 300 Euro pro Monat und wird fällig, solange das Projekt läuft.
Damit sind die Dinge abgegolten, die zwischendurch anfallen:
- Abstimmungen zwischen Dir und der Agentur
- Meetings zum Projektstand
- Telefonate und kurze Rückfragen
- Reports und Auswertungen
Manche Anbieter nennen sie auch Grundgebühr, Betreuungspauschale oder Management Fee. Gemeint ist im Kern dasselbe. Übrigens: Nicht wenige Anbieter rechnen hier für Abstimmungsmeetings, wöchentliche Jour Fixes oder Anpassungen in der laufenden Kampagne nach Stundensätzen ab. Das führt manchmal zu nicht unerheblichen Zusatzkosten.
Dein Mehrwert: Frag gezielt nach der Servicepauschale und rechne sie in Deine Gesamtkosten pro Monat ein. Dann vergleichst Du Angebote fair.
Mit welchem Monatsbudget solltest Du rechnen?
Öffentliche Angaben im Markt:
- Mindestumsätze: ab 1.500 Euro im Monat.
- Monatspakete: ab rund 2.000 Euro.
- Pilotprojekte: rund 5.000 Euro im Monat, meist über drei Monate.
Unterm Strich liegen die Kaltakquise Kosten zum Einstieg bei rund 1.500 bis 5.300 Euro im Monat.
Aber das ist eben nur der Einstieg. Nach oben ist das Budget offen.
In unserer Praxis investieren Kunden auch 20.000, 50.000 oder 70.000 Euro im Monat. Warum? Weil Kaltakquise skaliert. Mehr Telefonstunden bedeuten mehr Entscheidergespräche. Mehr Gespräche bedeuten mehr Termine. Je mehr Du reinsteckst, desto mehr kommt raus. Mehr Aufträge. Mehr Neukunden.
Die eigentliche Frage lautet also nicht: Was kostet das? Sondern: Wie viel Druck willst Du auf Deinen Vertrieb legen? Und wie viele Termine kann Dein Team pro Monat wahrnehmen? Daraus ergibt sich Dein Budget.
Warum überhaupt Mindestbudgets? Weil Kaltakquise Anlauf braucht. In den ersten 2 Wochen schwingt sich das Team auf das Projekt ein. Es werden optimale Wiederanrufszeitpunkte eruiert, wenn der anvisierte Gesprächspartner nicht direkt erreicht wird. Dadurch entsteht sukzessive eine Pipeline an Wiedervorlagen, die nach und nach immer mehr abgeschöpft werden. Und natürlich lernt das Team. Einwände sammeln und kontern. Leitfaden nachschärfen. Zielgruppe justieren. Wer nach zwei Wochen abbricht, hat nur die Lernkurve bezahlt.
Folge: Plane mindestens drei Monate ein. Und Du hast valide Kennzahlen und eine verlässliche Erkenntnis dazu, ob Kaltakquise für Dich ein probates Instrument ist. Um Deine Vertriebspipeline dauerhaft, planbar und systematisch zu füllen.
Wer bezahlt die Adressen?
Ohne Adressen keine Akquise. Klär deshalb vorab, wer sie stellt.
- Adressen inklusive: Der Dienstleister recherchiert die Zielunternehmen. Das steckt dann im Preis.
- Adressen extra: Du kaufst sie selbst oder zahlst sie gesondert. Firmenadressen gibt es ab 5 Cent. Persönliche Durchwahlen über Datenplattformen kosten je nach Abo rund 0,16 bis 0,60 Euro je Nummer.
- Recherche durch die Agentur: Ein manuell recherchierter Ansprechpartner kostet rund 0,70 bis 1,85 Euro.
- Jahreslizenz bei einem Datenanbieter: Wer selbst telefoniert, braucht Durchwahlen und Mobilnummern. Bei den großen internationalen Datenplattformen zahlst Du meist 12.000 bis 30.000 Euro im Jahr, oft mit 12 Monaten Mindestlaufzeit. Europäische Anbieter und einfachere Tools liegen deutlich darunter, ab rund 1.000 bis 6.000 Euro im Jahr.
Der Haken: Billige Listen kosten Zeit. Zentrale statt Durchwahl heißt: mehr Anrufe bis zum Entscheider. Gute Daten sind der größte Hebel für Deine Kosten pro Termin. Und: Bei allen unbedingt auch DSGVO-Konformität prüfen.
Dein Mehrwert: Bringt die Agentur eigene Datenlizenzen mit, sparst Du Dir diese Fixkosten. Frag deshalb immer, ob die Adressen im Preis enthalten sind.
Stunde, Kontakt, Termin oder Pauschale: Welches Modell setzt den richtigen Anreiz?
| Modell | Vorteil | Risiko |
|---|---|---|
| Stundensatz | volle Transparenz, Qualität vor Menge | Ergebnis nicht garantiert |
| Pay per Kontakt | Kosten je Adresse vorab planbar | Ergebnis nicht garantiert |
| Pay per Termin | Du zahlst nur für Termine | Anreiz zu Masse statt Qualität |
| Monatspauschale (Retainer) | planbares Budget | Leistungsumfang genau prüfen |
| Grundgebühr plus Terminprämie | geteiltes Risiko | die Definition entscheidet alles |
Und rein erfolgsbasiert? Gibt es. Klingt verlockend. Doch wer nur am Termin verdient, ruft dort an, wo Termine leicht fallen. Nicht dort, wo Deine besten Kunden sitzen.
Der Nachteil erfolgsbasierter Vergütung: Die Agentur muss Erfolg haben. Sonst verdient sie nichts und bleibt auf den Kosten der geleisteten Arbeit sitzen. Das kann dazu führen, dass Termine „gedrückt“ werden. Gezählt wird der Termin, nicht seine Qualität. Und die entspricht dann oft nicht dem, was Du eigentlich haben willst.
Der Haken: Er liegt im Anreiz, nicht im Preis.
Unsere Erfahrung aus der Praxis: Bei erklärungsbedürftigen Produkten zählt Qualität mehr als Masse. Ob Software, Maschinen oder IT-Dienstleistungen. Da gewinnt das Modell, das Qualität bezahlt.
Folge: Beim Stundenmodell ist die Qualität im Prinzip am besten. Bezahlt wird saubere Arbeit, nicht schnell gedrückte Termine.
Intern oder ausgelagert: Was kostet Kaltakquise im eigenen Team?
Agentur vs. internes Team: Jetzt wird es spannend. Denn der Vergleich mit der Agentur ist oft schief. Er stellt den Stundensatz gegen das Bruttogehalt.
Was ein SDR kostet, zeigt erst die Vollkostenrechnung für Dein eigenes Vertriebsteam:
- Gehalt: 45.000 Euro brutto im Jahr für einen Vertriebler im Innendienst, ein Wert zwischen den Medianen großer Gehaltsportale.
- Arbeitgeberanteile: rund 24 Prozent inklusive Umlagen und Unfallversicherung. Damit liegen die Personalkosten bei rund 55.800 Euro.
- Dazu: Recruiting, Einarbeitung, Weiterbildung, Arbeitsplatz, Software, Daten, anteilige Führung.
- Vollkosten: rund 81.500 Euro im Jahr.
Dann die Zeit. Urlaub, Krankheit (im Schnitt 14,6 Arbeitstage im Jahr 2025 laut Destatis), Schulungen. Bleiben rund 206 effektive Arbeitstage. Telefoniert der Mitarbeiter die Hälfte davon, kostet Dich jede Telefonstunde rund 99 Euro.
Noch nicht eingerechnet: die Vakanz. Bis eine Stelle besetzt ist, vergehen im Schnitt 157 Tage, so die Bundesagentur für Arbeit (Monatsbericht August 2026). Gut fünf Monate ohne einen einzigen Anruf.
Folge: Die Agenturstunde wirkt teuer. Bis Du die eigene Stunde ehrlich rechnest.
Seriös kalkuliert: Woran Du einen fairen Preis und echten ROI erkennst
Fünf Fragen. Stell sie jedem Anbieter.
- Was genau zählt als qualifizierter Termin?
- Wird ein Termin berechnet, wenn er gebucht ist, oder erst, wenn er stattgefunden hat?
- Wer erstellt den Gesprächsleitfaden, und wer passt ihn an?
- Wie sieht das Reporting aus? Anrufe, Entscheidergespräche, Termine, Absagegründe.
- Wie lange läuft der Vertrag, und wie schnell kommst Du raus?
Gibt ein Anbieter auf eine dieser Fragen keine klare Antwort? Dann kennst Du die wahren Kosten noch nicht. Am Ende zählt der ROI, nicht der Stundensatz.
Häufige Fragen
Der Einstieg liegt bei rund 1.500 bis 5.300 Euro im Monat. Darin stecken typischerweise ein Stundensatz von 39 bis 95 Euro, eine einmalige Setupgebühr von 0 bis 1.500 Euro und eine Servicepauschale von 150 bis 300 Euro. Ratgeberseiten nennen beim Stundensatz höhere Spannen, häufig 60 bis 140 Euro und vereinzelt bis 150 Euro. Nach oben ist das Budget offen, es hängt vor allem daran, wie viele Termine Dein Vertrieb überhaupt wahrnehmen kann. Plane mindestens drei Monate ein, sonst kommt die Kampagne nicht aus der Lernphase.
Öffentliche Preislisten starten bei 100 bis 350 Euro pro Termin, Ratgeber nennen 150 bis 800 Euro. Entscheidend ist, was vertraglich als qualifizierter Termin gilt. Ohne schriftliche Definition verhandelst Du die Qualität hinterher, und dann sitzt der Anbieter am längeren Hebel.
Rechne die Vollkosten. Bei 45.000 Euro Bruttogehalt liegen die Personalkosten bei rund 55.800 Euro, mit Arbeitsplatz, Software, Daten und Einarbeitung bei rund 81.500 Euro im Jahr. Telefoniert der Mitarbeiter die Hälfte seiner 206 effektiven Arbeitstage, kostet Dich jede Telefonstunde rund 99 Euro. Dazu kommt die Vakanz: Eine gemeldete Stelle ist im Schnitt 157 Tage unbesetzt.
Drei bis fünf. Nach drei Anwahlversuchen haben 93 Prozent aller Gespräche stattgefunden, die überhaupt stattfinden, nach fünf Versuchen sind es 98,6 Prozent (Cognism, State of Cold Calling 2025). Wer Dir zehn Kontaktversuche je Adresse berechnet, verkauft Dir Fleiß statt Ergebnis.
Ja, einige Anbieter rechnen nur einen Preis pro Termin ab. Prüf genau, was als Erfolg zählt. Und frag Dich, welche Zielgruppe der Anbieter anruft, wenn er nur an leichten Terminen verdient. Der Nachteil: Die Agentur muss Erfolg haben, um Umsatz zu machen. Das birgt oft die Gefahr, dass Termine „gedrückt“ werden.
Drei Posten. Die Adressen, von 0,05 Euro für eine Firmenadresse bis 140 Euro für einen telefonisch qualifizierten Lead. Die Servicepauschale von 150 bis 300 Euro im Monat. Und Abstimmungsmeetings, Jour Fixes oder Reportings, die nicht wenige Anbieter zusätzlich nach Stundensätzen abrechnen.
Bereit für den Start? Erstgespräch vereinbaren
Preisspannen geben Orientierung. Welche Kaltakquise Kosten für Dein Angebot anfallen, hängt an Deiner Zielgruppe. Lass es uns gemeinsam durchrechnen. Und herausfinden, wie viele neue Kunden für Dich drin sind.
Mehr über unsere Kaltakquise Agentur erfährst Du hier.
Hinweis zu den Zahlen
Die Preis- und Kostenangaben in diesem Beitrag sind recherchierte Richtwerte, Stand Oktober 2026. Verbindlich sind diese Zahlen nicht. Anbieter schneiden ihre Leistungen unterschiedlich zu, nennen Preise oft nur auf Anfrage und passen Konditionen laufend an. Einzelne Quellen lassen zudem offen, worauf sich eine Zahl genau bezieht. Deshalb nennen wir überwiegend Spannen statt Festwerte. Belastbare Preise entstehen erst im konkreten Projekt und hängen stark von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab. Die Angaben stellen kein Angebot und keine verbindliche Preisauskunft dar. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit.
Quellen: Preislisten, Angebots- und Ratgeberseiten deutscher Anbieter für Telefonakquise B2B, freelancermap (Stundensatzauswertungen), Mediadaten heise und Vogel, Preislisten von Adresshändlern, Destatis, Bundesagentur für Arbeit, Stepstone, gehalt.de, Vendr (Kaufdaten zu Datenplattformen), die im Text angeführten Studien sowie eigene Projekterfahrungen.